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Welche Körperöffnungen werden vom Bestatter verschlossen?

 
 

Die hygienische Versorgung

Warum Bestatter Körperöffnungen verschließen: Ein ehrlicher Einblick in den Teil der Bestattung, der für Würde und Hygiene sorgt.

Nach dem Tod erschlafft die gesamte Muskulatur des Körpers. Natürliche Prozesse wie die Entspannung der Schließmuskeln oder das Entweichen von Gasen sind physiologische Tatsachen, denen sich Bestatter mit größter Pietät und Sorgfalt widmen. Das Verschließen der Körperöffnungen ist kein bloßer Routinegriff, sondern ein zentraler Akt der hygienischen Grundversorgung. Ziel ist es, den Verstorbenen würdevoll für den Abschied vorzubereiten und hygienische Sicherheit für die Hinterbliebenen zu gewährleisten.

Die anatomischen Maßnahmen im Detail

Der Mund

Durch Muskelerschlaffung öffnet sich der Kiefer. Bestatter fixieren diesen, oft durch eine feine, unsichtbare Naht (Tabaksbeutelnaht), die nach der Aufbahrung wieder entfernt wird. Watte im Mundraum stützt die Mimik natürlich ab.

Die Augen

Sogenannte „Eye Caps“ (Augenkappen) aus Kunststoff mit feinen Zacken werden unter das Lid geschoben. Dies hält das Auge sicher geschlossen und bewahrt die natürliche Form des Lids.

Nase und Ohren

Hier werden diskret kleine, saugfähige Tamponaden oder Wattebausche eingebracht. Dies verhindert das Austreten von Wundwasser und sorgt für hygienische Reinheit.

Was bleibt für die Angehörigen verborgen?

Bei den intimen Bereichen gehen Bestatter mit höchster Sensibilität vor. Auch hier werden Tamponaden genutzt, um ein unkontrolliertes Austreten von Flüssigkeiten zu vermeiden. Das gesamte Vorgehen zielt nur auf eines ab: Das Bild des Verstorbenen soll für die Angehörigen ein Bild des Friedens bleiben.

 

Fragen? Ein offenes Wort hilft.

Es ist absolut legitim, wenn Sie als Angehöriger genau wissen wollen, was passiert. Ein erfahrener Bestatter wird Ihnen den Ablauf der hygienischen Versorgung sachlich und würdevoll erklären. Zögern Sie nicht, danach zu fragen.

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