Ist in einer Urne wirklich die Asche des Verstorbenen?
Echtheit der Asche
Ist es wirklich die Asche des Verstorbenen? Eine Sorge, die viele Angehörige teilen. Hier erklären wir die strengen Sicherheitsmechanismen, die in deutschen Krematorien gelten.
Die Sicherheitsmechanismen im Krematorium
1 Der Identifikationsstein (Schamottstein)
Dies ist das wichtigste Sicherheitsmerkmal. Bevor der Sarg das Krematorium betritt, wird ein hitzebeständiger Stein aus Schamotte (oder Keramik) mit einer eingravierten, eindeutigen Nummer auf den Sarg gelegt. Dieser Stein verbrennt nicht. Nach der Kremation liegt dieser Stein in der Asche und identifiziert diese zweifelsfrei. Er wird zusammen mit der Asche in die Aschekapsel gefüllt.
2 Dokumentierte Einzeleinäscherung
In Deutschland findet keine „Massenkremation“ statt. Jeder Sarg wird einzeln in den Ofen eingefahren. Der gesamte Prozess wird elektronisch und schriftlich dokumentiert – vom Eingang des Sarges über die Ofennummer bis hin zur Versiegelung der Aschekapsel.
Häufige Mythen & Fakten
Tatsache: Jeder Krematoriumsofen ist baulich so gestaltet, dass die Asche nach dem Prozess restlos entnommen werden kann, bevor der nächste Sarg eingefahren wird.
Mythos: Asche von zwei Personen wird vermischt. Dies ist gesetzlich verboten und technisch in Deutschland ausgeschlossen.
Transparenz schafft Vertrauen
Falls Sie trotz dieser Informationen ein ungutes Gefühl haben: Viele Krematorien bieten die Möglichkeit einer kleinen Abschiednahme direkt am Ofen an oder geben Auskunft über ihre strikten Protokolle. Ein vertrauensvoller Bestatter wird Ihnen diese Fragen jederzeit offen beantworten.
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